Eröffnung der 24. Jugendkulturtage im JUZ Lichtenau

Lebendige Jugendkultur – Wenn auch nur ein einziger Jugendlicher durch das Engagement davor bewahrt wurde, auf die schiefe Bahn zu geraten, dann sei es das wert gewesen. Das sagte der zweite Bürgermeister von Lichtenau, Friedrich Bauer, mit Blick auf das Jugendzentrum in der Gemeinde. Das Gleiche gilt sicher auch für die Jugendkulturtage, die dort am Mittwoch eröffnet wurde. Zum 24. Mal organisieren die kommunale Jugendarbeit des Landkreises Ansbach und der Kreisjugendring Ansbach die Jugendkulturtage.

21 Veranstaltungen verstreuen sich im Zeitraum vom 19. Oktober bis zum 5. November auf zwölf Gemeinden im gesamten Landkreis. Man wolle damit bei den Jugendlichen auch ein Bewusstsein für den Landkreis schaffen, sagte der stellvertretende Landrat Stefan Horndasch bei der offiziellen Eröffnung. Getragen werde das Projekt zu einem großen Teil vom Ehrenamt, ohne das die Veranstaltungen nicht stattfinden könnten, betonte er. Jugendkultur sei ein „permanenter Prozess“ und sie unterliege ständigen Veränderungen, hob der Vorsitzende des Kreisjugendrings Ansbach, Max Mattausch, hervor. Deswegen achten die Veranstalter jedes Jahr auf neue sowie moderne Workshops und Kurse. Dies sei auch das Geheimnis des langjährigen Erfolges der Jugendkulturtage, ist sich Kreisjugendpfleger Wolfgang Dittenhofer sicher.

Neben Klassikern wie dem „InterKult-Battle Day“ am 5. November in Feuchtwangen hält das Programm zahlreiche Höhepunkte bereit. Der Schwerpunkt liege nach wie vor auf der Musik, sagte Dittenhofer. Ein Workshop für Schlagzeuger, Gitarristen oder DJs in Lichtenau, ein HipHop Konzert in Heilsbronn oder ein Punkrock/Hardcore-Konzert für alle, die es musikalisch härter mögen, werden geboten. Doch auch Freunde der Literartur kommen auf ihre Kosten. In Herrieden wird das „Superbuch“ gekürt, in Flachslanden und Burogoberbach werden in den Schulen Autorenlesungen abgehalten, in Rothenburg wird um die Welt „geslamt“: beim „Poetry Slam – Poetry around the world“. Wer sich handwerklich betätigen möchte, hat beim Schmieden in Lichtenau die Möglichkeit dazu und Umweltfreunde dürfen Stofftaschen selber gestalten. Etwas Besonderes haben sich auch die Dinkelsbühler einfallen lassen: Sie wollen mit den Jugendlichen 10000 Domino-Steine aufbauen und diese auch wieder umstoßen. Jeder sei herzlich eingeladen, die Veranstaltungen zu besuchen, betonen die Veranstalter, denn die Jugendkultur von heute sei die Erwachsenenkultur von morgen, so Mattausch.

Geschrieben von Christina Özbek, FLZ (21.10.16)

 

 

 

 

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